Donnerstag, 3. Dezember 2009

In der Weihnachtsbäckerei....



Vanilleduft liegt in der Luft... hmmmm, Vanillekipferl sind für mich der Inbegriff der Weihnachtszeit.
Schon mit 3 stand ich mit meiner Oma in der Küche Vanillekipferl backen. Warme , wohlige Erinnerungen, der Duft der ersten gebackenen Kipferl, die verbrannten Finger vom im Zucker wälzen, die Staubzucker-verschmierten Kindermünder und vorallem die Verzückung meines Großvaters, wenn die ersten Kipfel fertig waren...
*nein, ich will jetzt nicht weinen*
Zur Weihnachtszeit vermisse ich ihn ganz besonders, meinen Opa.
Vor kurzen hatte ich einen Traum. Es war heiliger Abend, die ganze Familie saß im Wohnzimmer, die Kerzen am Weihnachtsbaum brannten, plötzlich kommt jemand die Treppen hoch... alle lauschen und in der Tür steht mein Opa. Ich kann das Gefühl garnicht beschrieben... Tränen liefen mir die Wangen herunter als ich plötzlich aufwachte......
Irgendwie war das Ausgangsthema ganz ein anderes, sorry fürs Abschweifen.

Es grüßt sie ganz herzlich Ihre
L.

Kommentare:

Schmitt´s hat gesagt…

Ach Du... an meinem Opa habe ich leider gar keine großen Erinnerungen, er ist sehr früh gestorben.

Dafür hatte ich einen Großonkel und eine Großtante, die beide wunderbare Menschen waren und die ich so gerne besucht habe. Mein Onkel war ein sehr lustiger Mensch, sehr herzlich und immer mit einem spitzbübischen Zwinkern in den Augen. Seine Frau, meine Tante, ließ nicht immer alles so durchgehen wie er - aber letztendlich ließ sie sich von seinem Lachen immer wieder mit anstecken!
Und dann hat sie uns Äpfel in Schnitze geschnitten und auf einem feinen Porzellantellerchen aufs Sofa serviert, während mein Onkel und ich Kreuzworträtsel lösten.

Er war Schuster und noch heute muss ich sofort an ihn und meine Tante denken, wenn mir diese Gerüche nach Leder und Kleber in die Nase steigen. Ein bisserl mit Wehmut, aber vor allem mit Dankbarkeit, sie gehabt zu haben!!!

So, jetzt ist schon fast wieder ein Roman draus geworden... sorry! ;-)

Liebe Grüße
Britta

Frau Maus hat gesagt…

Liebe Frau Haselmaus,

Ihr Post scheint mich inspiriert zu haben. Heute nacht träumte ich (zur Zeit ohnehin wilde Dinge) von einem wunderbaren Weihnachtsfest im großen Familienkreis, alle saßen gemeinsam an einer festlichen Tafel, im Hintergrund der wunderbar geschmückte Weihnachtsbaum und das herzergreifende Weihnachtsoratorium, ein mildes Kerzenlicht... und meine Großmutter erzählte lachend und fröhlich wie einst von der "gespickten Ente" (ein familiärer Evergreen: Mutter und Großmutter gemeinsam bei den Weihnachtsessensvorbereitungen in der Küche, die eine weiß nicht, was die andere tut... eine fix und fertig vorbereitete und gestopfte Ente steht neben dem Herd und wartet nur darauf, in den Ofen geschoben zu werden - da stellt meine Großmutter einen Glasteller auf dem noch warmen Cerankochfeld ab... Niemand wurde verletzt, nur die arme Ente war glasgespickt und die Familie später ein wenig hungrig. ;)) !

Das Erschreckendste daran: Meine Großmutter lebt ja noch. Sie ist nur nicht mehr die, die sie einmal war. Mitten in der Nacht lag Frau Maus im Bettchen und konnte sich ein paar Tränchen nicht verkneifen, und dann habe ich an Sie und Ihren Großvater gedacht.

Adventswärmende Grüße von Ihrer Frau Maus